BerufsunfähigkeitBerufsunfähigkeit — Ihr wichtigster Schutz
Jeder Vierte wird berufsunfähig. Eine gute BU-Versicherung schützt Ihr Einkommen und Ihre Existenz.
Jeder Vierte wird berufsunfähig. Eine gute BU-Versicherung schützt Ihr Einkommen und Ihre Existenz.
Jeder Vierte wird im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Eine gute BU-Versicherung sichert Ihr Einkommen — und damit Ihre Existenz.

Warum Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die staatliche Erwerbsminderungsrente greift erst, wenn Sie weniger als drei Stunden am Tag in irgendeinem Beruf arbeiten können — und sie reicht selten zum Leben. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt hingegen schon, wenn Sie Ihren eigenen Beruf nicht mehr ausüben können.
Psychische Erkrankungen sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparats und Krebs. Eine BU schützt unabhängig von der Ursache.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
- Verzicht auf abstrakte Verweisung: Der Versicherer darf Sie nicht auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten.
- Nachversicherungsgarantie: Die Möglichkeit, die Rente später ohne neue Gesundheitsprüfung zu erhöhen — etwa bei Gehaltserhöhung oder Familiengründung.
- Leistung bis zum Rentenalter: Kurze Laufzeiten sparen Beitrag, lassen Sie aber ab einem bestimmten Alter ungeschützt.
- Rückwirkende Leistung: Die Versicherung sollte auch dann zahlen, wenn die BU schon eine Weile zurückliegt und der Antrag erst später gestellt wird.
Ein fachlicher Vergleich ist entscheidend
Bei kaum einer Versicherung sind die Unterschiede zwischen den Anbietern so groß wie bei der Berufsunfähigkeit. Beiträge, Bedingungen und Annahmepolitik variieren stark — je nach Beruf, Alter und Gesundheitszustand.
Als Versicherungsmakler vergleichen wir die Tarife mehrerer Gesellschaften und kennen die Besonderheiten der einzelnen Anbieter. Das betrifft auch die Risikoprüfung: Wir wissen, bei welchem Versicherer Vorerkrankungen oder bestimmte Berufe besser aufgehoben sind.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Abschluss?
Zwei Faktoren bestimmen Beitrag und Annahmefähigkeit: Alter und Gesundheitszustand. Beide werden mit der Zeit nur selten günstiger. Deshalb gilt für die BU: so früh wie sinnvoll möglich, nicht so spät wie unbedingt nötig.
- Schüler und Studierende: Bereits sinnvoll — Startertarife sind günstig, sichern den späteren Beruf ab und bringen den Vertrag ohne die kostenintensiven Vorerkrankungen späterer Jahre ins Trockene.
- Berufseinsteiger 20–30: Klassischer Abschlusszeitpunkt. Beruf ist definiert, Gesundheit meist gut, Beitrag noch niedrig. Anpassung im Beitragsverlauf über die Nachversicherungsgarantie.
- Berufstätige 30–45: Ohne BU-Schutz? Dann jetzt anpacken — jeder Monat mehr Wartezeit erhöht das Risiko einer Vorerkrankung, die den Abschluss verteuert oder verhindert.
- Ab 45: Abschluss wird schwieriger und teurer. Prüfen, ob eine Grundfähigkeitsversicherung als Alternative in Frage kommt — sie greift bei Verlust definierter körperlicher Fähigkeiten, ohne strenge Berufsprüfung.
Wie hoch soll die BU-Rente sein?
Faustregel: 60–80 % des aktuellen Nettoeinkommens. Weniger reicht meist nicht zur Deckung der Fixkosten (Miete, Finanzierung, Versicherungen, Kinder, laufende Ausgaben). Höher ist möglich, wird aber vom Versicherer geprüft und muss zum Einkommensnachweis passen.
Wichtig: Die BU-Rente ist steuerpflichtig — bei der Höhenwahl deshalb die Netto-nach-Steuer-Betrachtung zugrunde legen, nicht die Brutto-Rente.
Die häufigsten Fehler beim Antrag
- Ungenaue Gesundheitsangaben. Der größte Fehler mit den größten Folgen — im Leistungsfall kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten. Ausführlich behandelt im Ratgeber Gesundheitsangaben im Versicherungsantrag.
- Falscher Beruf angegeben. Beiträge und Bedingungen hängen an der genauen Berufsbezeichnung. „Bürotätigkeit“ statt „Handwerker“ wirkt beitragsgünstig — im Leistungsfall aber problematisch.
- Zu niedrige BU-Rente vereinbart. Um den Beitrag zu drücken. Im Leistungsfall reicht die Summe dann nicht — spätere Erhöhungen sind nur mit erneuter Gesundheitsprüfung möglich, die dann oft nicht mehr klappt.
- Antragsstellung ohne vorherige Risikovoranfrage. Bei komplexer Krankengeschichte lohnt sich meist eine anonymisierte Voranfrage bei mehreren Versicherern — nicht direkt der Antrag, damit eine Ablehnung nicht im Zentralregister landet.
Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Was zählt als „berufsunfähig“ — und wer entscheidet das?
Berufsunfähig ist, wer den zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate lang zu weniger als 50 % ausüben kann (so die Standardklausel moderner Verträge). Die Feststellung erfolgt durch ärztliche Gutachten, die der Versicherer prüft. Ältere Verträge kennen zum Teil noch die strengere Definition („weniger als 50 % irgendeines Berufs“) — dort empfiehlt sich eine Prüfung des Vertrags.
Was ist der Unterschied zwischen BU, Erwerbsunfähigkeit und Grundfähigkeit?
BU stellt auf Ihren konkreten Beruf ab. Erwerbsunfähigkeit (EU) fragt, ob Sie überhaupt noch arbeiten können, egal in welchem Beruf — deutlich enger, im gesetzlichen Modell auch. Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt bei Verlust definierter körperlicher Fähigkeiten (Sehen, Hören, Sitzen, Stehen, Hände benutzen etc.) — als Alternative für Berufe, die schwer BU-versicherbar sind, oder für Personen mit BU-relevanten Vorerkrankungen.
Wie lange sollte die BU-Rente laufen?
Idealerweise bis zum vereinbarten Renteneintrittsalter, also typischerweise 67. Kürzere Laufzeiten (bis 60 oder 65) sparen Beitrag, lassen Sie aber in den letzten Berufsjahren ungeschützt — genau in der Phase, in der das Risiko einer BU statistisch am höchsten ist.
Was, wenn ich meinen Beruf während der Vertragslaufzeit wechsle?
Ob ein Berufswechsel gemeldet werden muss oder eine günstigere Berufsgruppe zu einer Beitragsprüfung berechtigt, richtet sich nach den Bedingungen Ihres Vertrags. Eine pauschale Neueinstufung bei jedem Wechsel gibt es nicht. Wir prüfen vorab, welche Tätigkeit im Leistungsfall maßgeblich ist und ob Ihr Tarif eine Besserprüfung vorsieht. Details zur Antragskorrektheit im Ratgeber Gesundheitsangaben im Versicherungsantrag.
Zahlt die BU auch bei psychischen Erkrankungen?
Ja — psychische Erkrankungen sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Moderne BU-Tarife schließen sie selbstverständlich mit ein. Bei Antragstellung ist allerdings die vollständige und ehrliche Angabe psychotherapeutischer Behandlungen der letzten 5–10 Jahre entscheidend — Auslassungen hier sind der häufigste Grund für Vertragsanfechtungen im Leistungsfall.
Berufsunfähigkeit — frühzeitig absichern
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